Seit Montag kämpfte sich der Wasserballer Hannes Schulz vom Bundesligisten OSC Potsdam nicht an der Seite seiner Teamkollegen durchs feuchte Nass, sondern der Sportschüler bereitete sich mit der Nationalmannschaft auf die Weltliga-Partie und ein Freundschaftsspiel gegen die Auswahl von Frankreich vor. „Besonders hat mich gefreut, dass ich für die Begegnungen nominiert wurde. Anfangs war ich dafür nur als Nachrücker vorgesehen“, sagt Schulz.
Im Frühjahr 2009 konnte der Wasserballer als erster Spieler seines Vereins überhaupt ein Länderspiel mit der deutschen Auswahl gegen die USA bestreiten. Es folgte eine Partie gegen Montenegro, den Europameister von 2008. „In beiden Begegnungen hat es mit meinem ersten Länderspieltor für Deutschland aber noch nicht geklappt“, hat sich Hannes Schulz bei seinem neuerlichen Einsatz viel vorgenommen. „Ich hoffe, dass ich lange im Becken bleiben kann.“
Am Dienstagabend setzte sich die Truppe von Bundestrainer Hagen Stamm in Magdeburg mit 7:6 gegen die Franzosen durch. Stamm gibt in beiden Spielen wiederum einer ganzen Reihe deutscher Wasserball-Talente die Chance. Nicht zuletzt deshalb, weil er herausfinden will, welche der Aktiven er künftig in die EM-Auswahl berufen wird. Die Kontinentalmeisterschaften werden vom 29. August bis 11. September in Zagreb/Kroatien ausgetragen. „Hinter den Stammkräften ist noch einiges möglich“, bestätigt Teammanager Michael Zellmer.
Heute Abend erfolgt der Anpfiff des Freundschaftsspiels gegen die Wasserballer aus Frankreich im Marienbad in Brandenburg/Havel um 19 Uhr. OSC-Coach André Laube hat seinen Schützlingen daher keine Trainingseinheiten auferlegt. Außer vielleicht, dass seine Jungs in Brandenburg ihre Stimmbänder nicht schonen sollen. Schließlich fährt die komplette Bundesliga-Truppe zum Spiel, „um Hannes Schulz und Co. anzufeuern“. (Von Ralf Thürsam)MAZ