Wasserball

Nach sieben Wochen Pause ins Lokalderby

Bundesliga-Wasserballer des OSC am Brauhausberg gegen Brandenburg


Die lange Bundesliga-Pause ist endlich zu Ende. Potsdams Wasserballer brennen nach sieben Wochen ohne Punktspiel darauf, wieder ins Wasser zu steigen. Am Sonnabend trifft der OSC im Brauhausberg-Bad 18 Uhr auf den Lokalrivalen ASC Brandenburg und möchte sich mit einem Sieg in der Spitzengruppe der B-Hauptrunde festsetzen. Derzeit liegen die Potsdamer mit 7:1 Punkten und 44:32 Treffern hinter Magdeburg und Weiden auf dem dritten Rang.

Untätig waren die Jungs von Trainer André Laube in der Winterpause allerdings nicht. „Wir haben sehr gut trainiert“, ist der Coach zufrieden. „Gerade die Stammspieler haben sich unheimlich reingehängt.“ Neben den täglichen Abendeinheiten trainierten einige bis zu dreimal vormittags. „Konditionell sind wir auf dem Damm“, denkt Laube. „Auch spielerisch haben wir uns entwickelt. Nicht zuletzt durch das engagierte Mitwirken von Alexander Tschigir.“ Der Spitzen-Torhüter von Rekordmeister Wasserfreunde Spandau 04 hilft seit einigen Wochen im Training und hat das junge Team ein gehöriges Stück nach vorn gebracht.

In bestechender Form präsentiert sich gerade Potsdams schneller Rechtsaußen Hannes Schulz. Für seinen Verein erzielte er in vier Partien 17 Treffer und auch im Herren-Nationalteam fasst er immer mehr Fuß. Nahezu fehlerlos bestritt der 19-jährige Sportschüler seine beiden letzten Partien für die deutschen Farben. Am Dienstag spielte er in Magdeburg fast eine komplette Halbzeit im Weltliga-Spiel gegen Frankreich. Nach dem dortigen mühsamen 7:6-Sieg folgte tags darauf ein Freundschaftsspiel in Brandenburg/Havel. Auch dort setzte er in zahlreichen Kurzeinsätzen Akzente und krönte die gute Leistung mit seinem ersten Länderspieltor. Gut drei Minuten vor Ende erzielte er mit einem strammen Schuss von Linksaußen den letzten Treffer beim 12:7-Erfolg gegen die Franzosen.

„Die Jungs können selbstbewusst ins Spiel gehen, aber nicht überheblich“, warnt Trainer Laube. „Die Brandenburger sind brandgefährlich und können unwahrscheinlich kämpfen.“ Mit 2:6 Punkten rangiert der ASC auf dem sechsten Rang des Achterfeldes, wobei zwei Niederlagen lediglich mit einem Tor zu Ungunsten des Lokalrivalen ausfielen. Jeweils daheim verlor das Team von Trainer Nico Haberlandt gegen den Duisburger SV 9:10 und den SV Cannstatt 8:9. „Wir werden unseren Gegner keinesfalls unterschätzen. Zumal das märkische Derby immer hart umkämpft war.“ In der letzten Saison behielt der OSC beide Male die Oberhand. Daheim siegte das Laube-Team 9:7, auswärts 7:5.