Wasserball

OSC stürmt die Thermenwelt

Bundesliga-Wasserballer verlieren gegen Magdeburg und siegen in Weiden


Mit Niederlage und Sieg kehrten die Bundesliga-Wasserballer des OSC Potsdam vom schweren Auswärtswochenende in Magdeburg und Weiden heim. „Das ist viel mehr, als wir erwarten konnten“, so der überglückliche Coach André Laube. Trotz der hohen 6:17-Niederlage beim Spitzenreiter der B-Hauptrunde WU Magdeburg am Sonnabend, ging der OSC tags darauf selbstbewusst in die Partie beim Zweiten SV Weiden. In der dortigen Thermenwelt verließen die Potsdamer nach einer hart umkämpften Partie mit 7:6 das Wasser.

Damit schließen die Havelstädter mit nun 11:3 Punkten und 71:64 Toren die Hinrunde als Zweiter ab. „Mit dem Sieg in Weiden sind wir unserem Saisonziel, unter die ersten Vier der B-Runde zu kommen, einen großen Schritt näher gekommen“, sagt Laube.

Deutliche Grenzen wurden dem jungen Potsdamer Team allerdings in Magdeburg aufgezeigt. Die ambitionierte Wasserball-Union dominierte von Beginn an das Geschehen und zeigte sich in allen Belangen überlegen. „Wir hatten uns mehr vorgenommen. Elf Treffer Differenz waren am Ende zu viel“, so Laube. „Meine Jungs haben sich bemüht, waren aber im Abschluss zu schwach.“ Lediglich drei der zwölf Überzahlspiele konnten genutzt werden, beide Strafwürfe wurden vergeben. Ganz anders die Magdeburger, die aus acht Zeitstrafen gegen den OSC sechs Treffer machten.

Mit 0:3 schloss der OSC den ersten Spielabschnitt ab, bevor Tobias Lentz im zweiten Viertel das 1:3 markierte. Bis auf 1:7 zogen die Hausherren zur Halbzeit davon, doch das OSC-Team kämpfte weiter und lieferte im dritten Viertel seine beste Phase ab. Klaus Einhorn traf zum 2:8, Stefan Frank zum 3:11 und Kapitän Jacob Drachenberg zum 4:11. Im Schlussviertel erzielten Nationalspieler Hannes Schulz und Marc Langer ihre Treffer zum 6:17 (0:3, 1:4, 3:4, 2:6).

Die beste Saisonleistung lieferten die Potsdamer am Sonntag in Weiden ab. Aggressiv, aber fair agierte das Team in der Defensive und ließ den heimstarken Oberpfälzern nur wenige Möglichkeiten. Diese parierte Keeper Paul Seidler, der nach dem Abpfiff zum „Spieler des Tages“ gewählt wurde, glänzend. Von der gelegentlich harten Gangart der Hausherren ließen sich die Potsdamer nicht beeindrucken und erspielten sich Chance um Chance. Das 1:0 erzielte Schulz in Überzahl. Im zweiten Viertel traf der bärenstarke Lentz nach einer weiteren Zeitstrafe zum 2:0. Drachenberg erhöhte auf 3:0, bevor Weiden nach fast 15 Minuten ohne Tor erstmals traf und auch gleich zum 3:2 nachlegte. Nach der Pause glich der Gastgeber aus, doch der OSC ließ nicht verunsichern und markierte die Tore zum 4:3 (Lentz) und 5:3 (Schulz). Im letzten Viertel traf Sportsoldat Lentz zum 6:4 und Philip Uhlig zum 7:4. In den hektischen Schlussminuten vergab Potsdam noch einen Strafwurf und die Weidener hatten eine Reihe von Chancen, von denen zwei den Weg ins Tor zum 7:6 (1:0, 2:2, 2:2, 2:2) fanden.

Bereits am nächsten Sonnabend (18 Uhr) geht es weiter mit dem Heimspiel gegen Aufsteiger SV Cannstatt.

Potsdam: Paul Seidler, Christoph Grabbert (nur gegen Weiden), Klaus Einhorn (1), Stephan Hartkopf, Stefan Frank (1), Jacob Drachenberg (2), Alexander Zick (nur gegen Magdeburg), Philip Uhlig (1), Tobias Lentz (4), Florian Lemke, Hannes Schulz (3), Marc Langer (1), Axel Krzenciessa