Wasserball

OSC will am Brauhausberg 2. Rang verteidigen

Bundesliga-Wasserballer treffen zum Rückrundenauftakt daheim auf Cannstatt


Als Zweiter der B-Staffel haben die Wasserballer des OSC Potsdam die Bundesliga-Hinrunde abgeschlossen. In sieben Partien konnten die Mannen von Trainer André Laube bislang 11:3 Zähler (71:64) sammeln. Zu erwarten war diese stabile Platzierung zu Saisonbeginn wohl eher nicht. Während sich die ambitionierten Teams der WU Magdeburg (12:0/89:47), des SV Weiden (10:4/64:46) und der SV Krefeld 72 (6:4/48:38) durch nennenswerte Neuzugänge verstärken konnten, stand beim OSC dem Karriere-Ende Gregor Karstedts und Victor Saars (beide jetzt in der 2. Mannschaft) sowie dem beruflichen Weggang von Enrico Felber lediglich der Neuzugang von Center Stefan Frank (ASC Brandenburg) gegenüber.

Zudem machte und macht dem OSC die ersatzlos gestrichene Wasserball-Trainingszeit Freitag-Abend am Luftschiffhafen zu schaffen. „In der Vorbereitung hatten wir echt Probleme und haben lange gebraucht, unsere Form zu finden“, so Laube. „So langsam scheinen wir aber den Rhythmus gefunden zu haben.“ Das läge vor allem am sehr großen Trainingsfleiß der Stammspieler und dem unbedingten Siegeswillen in den letzten Partien, beschreibt Laube.  

Das bislang beste Spiel dieser Saison absolvierte sein Team am letzten Sonntag beim SV Weiden. In einer leidenschaftlichen Defensivleistung rang der OSC nach 3:0- und 7:4-Führung die Oberpfälzer 7:6 nieder. Tags zuvor mühten sich die Potsdamer beim Spitzenreiter Magdeburg, kamen aber über eine 6:17-Niederlage nicht hinaus.

Die positiven Effekte aus der Weiden-Begegnung möchten die Potsdamer am Sonnabend (18 Uhr) im Brauhausberg-Bad gegen den Aufsteiger SV Cannstatt mitnehmen. „Wir wollen unserer Favoritenrolle gerecht werden“, sagt Kapitän Jacob Drachenberg. „Im Hinspiel sahen wir nicht gut aus“, erinnert sich der 20-Jährige. Zu langsam in der Vorwärtsbewegung und zu schwach im Abschluss waren die Potsdamer und machten sich das Leben selbst schwer. Nach einem 3:5-Rückstand zur Halbzeit gewann das Laube-Team am Ende noch 9:7.

„Wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert“, so Laube. „Aber auch Cannstatt ist besser als sein Tabellenstand.“ Mit 2:10 Punkten und 47:64 Toren liegt der Deutsche Meister von 2006 zwar auf dem vorletzten Rang der B-Hauptrunde, unterlag aber bis auf Krefeld (6:13) und Magdeburg (10:15) den anderen Teams nie mit mehr als zwei Treffern.

„Wir müssen uns konzentrieren und dürfen hinten keine Fehler machen“, weiß Drachenberg. „Mit der Unterstützung unseres tollen Publikums schaffen wir das.“ Der OSC hofft am Samstag noch einmal auf ein volles Haus. Schließlich ist die Partie gegen Cannstatt das letzte Heimspiel der Potsdamer bis zum 10. April.