Wasserball

„An die Schmerzgrenze gehen“

Bundesliga-Wasserballer des OSC gastieren bei der SV Krefeld


Etwas Kopfschmerzen bereitet derzeit André Laube, Wasserball-Bundesliga-Trainer des OSC Potsdam, der Krankenstand seines Teams. Kurz vor der Partie bei der SV Krefeld 72 am Sonnabend sind zwar die Stammspieler fit, der Einsatz einiger Ergänzungsspieler ist aber fraglich. Mats Döring und Christoph Grabbert konnten in dieser Woche noch gar nicht trainieren. Axel Krzenciessa fehlt aus beruflichen Gründen ohnehin in Krefeld, und auch Ersatz-Torhüter Christoph Schmidt kann wegen einer wichtigen Uni-Prüfung am Samstag die Reise nicht antreten.

„Ich hoffe, dass bis zum Spiel nicht noch neue Hiobsbotschaften hinzukommen“, so Laube. „Sonst wird es eng. Wenn alle an Bord sind, die in dieser Woche ordentlich trainiert haben, müsste die Substanz für ein Spiel reichen.“ Über die Form des Gegners kann indes nur spekuliert werden. Wegen einiger Spielverlegungen haben die Westdeutschen bislang nur fünf Partien der Hauptrundengruppe B bestritten und liegen dort mit 6:4 Punkten und 48:38 Treffern auf dem fünften Rang. Die letzte Begegnung bestritt das ambitionierte Team am 6. Februar beim Schlusslicht Aegir Uerdingen, wo es 10:7 gewann.

„Das kann ein Vorteil für uns sein. Wir stecken voll im Liga-Rhythmus“, sagt Laube. Außerdem liegt seine Mannschaft mit 13:3 Punkten (85:74 Tore) auf einem sehr guten zweiten Platz. „Die SVK steht unter Druck. Sie müssen das Spiel gewinnen, um an der Spitzengruppe dranzubleiben.“

Zwei ihrer vier Minus-Punkte brachte den Krefeldern der OSC im Hinspiel bei. „Da haben wir mit viel Leidenschaft und Kampfgeist eine erste Halbzeit wie aus einem Guss gespielt“, erinnert sich Laube. „Die besten zwei Viertel der Saison.“ Nach einer 8:1-Führung zur Pause gerieten die Potsdamer allerdings noch einmal in Schwierigkeiten. Bis auf 10:8 kam Krefeld im Schlussviertel heran, mit seinem dritten Treffer machte Nationalspieler Hannes Schulz den 11:8-Sieg allerdings perfekt.

„Krefeld wird sich nicht noch einmal so überfahren lassen“, weiß Laube. „Um jetzt auch auswärts zu punkten, müssen alle Jungs an ihre Schmerzgrenze gehen.“