„Ich bin drin“, hatte sich Tennis-Ass Boris Becker einst über seinen Internetzugang gefreut. „Wir bleiben drin“, jubelten die Wasserballer des OSC Potsdam am Sonntagabend über den hart erkämpften Klassenverbleib in der Bundesliga.
Bis es soweit war, mussten die Potsdamer erst die Verlängerung überstehen. Allerdings reichten den Schützlingen von André Laube die zweimal drei Extra-Minuten, um den „ewigen Konkurrenten“ ASC Brandenburg mit 2:1 zu bezwingen. Nach der regulären Spielzeit hatte die Anzeige in der Schwimmhalle am Brauhausberg den Spielstand von 12:12 (3:3, 5:2, 1:4, 3:3) ausgewiesen. „Wir haben wieder unseren leidigen dritten Abschnitt erlebt“, sagte Jacob Drachenberg. Der Kapitän musste nach drei persönlichen Fehlern aus dem Wasser. Die Gäste, ohnehin schon bei der Aufholjagd, glichen nach einem 4:0-Lauf zum 9:9 aus. „Da gab es einen Knacks in der Partie“, resümierte Laube. Der OSC-Coach durfte nach Abpfiff der Partie mit seinen Jungs Baden gehen – im wörtlichen Sinne.
Noch vor Wochenfrist waren die Potsdamer beim ASC im ersten Spiel der Abstiegsrunde nach dem Modus „Best of three“ mit 4:5 unterlegen. Erst am Sonnabend konnten sie daheim mit einem knappen 8:7 (2:2, 3:2, 1:1, 2:2) überhaupt die entscheidende dritte Begegnung erzwingen, nach deren Ende Tobias Lentz zum Spieler des Tages gekürt wurde. Der Potsdamer hatte sieben Tore gegen den ASC Brandenburg erzielt. (Von Ralf Thürsam)